Vortrag Dr. Rogge: "Grenzen setzen in der Pubertät" . Jalbum 8.5 <TR> <TD bgColor=#000024 colSpan=7> <P><FONT size=2>&nbsp;St.Peter in der Au, &nbsp;21.10.2009</FONT></P> <P><STRONG></STRONG></P> <P><STRONG>&nbsp;<FONT size=6>"Grenzen setzen in der Pubert&auml;t"</FONT></STRONG></P> <P><STRONG>&nbsp;</STRONG><STRONG><A href="http://jan-uwe-rogge.de/">Dr. Jan-Uwe Rogge</A><STRONG> erkl&auml;rte </STRONG>in einem&nbsp;</STRONG><A href="http://de.wikipedia.org/wiki/Edutainment">Edutainment</A><STRONG> Vortrag, worauf es beim Umgang mit Jugendlichen ankommt.&nbsp;</STRONG></P> <P>&nbsp;Gleich zu Beginn stellte der deutsche Familienberater und Autor&nbsp;fest, dass Dankbarkeit (das Kind zu haben) und Demut (im Respekt vor der aufbl&uuml;henden Pers&ouml;nlichkeit) die wichtigsten Aspekte in der Erziehung sein sollten.&nbsp; </P> <P>&nbsp;"Ich bin nicht hier um Euch Erziehungstipps zu geben, ich will Euch Geschichten erz&auml;hlen", so Rogge.&nbsp;&nbsp; Seine Anekdoten aus dem Alltag mit Jugendlichen lie&szlig;en&nbsp;die Atmosph&auml;re im Saal an ein Kabarett erinnern.&nbsp; Sogar f&uuml;r den Profi-Kabarettisten Walter Kammerhofer, diesmal im Publikum,&nbsp;gab es da einiges zu lernen:&nbsp;er erwies&nbsp;dem "Kollegen" durch viel Applaus seine Anerkennung.&nbsp;&nbsp;&nbsp;Doch hatte Dr. Rogge f&uuml;r diese Attacken auf die Lachmuskeln der Eltern einen&nbsp;tiefen psychologischen Grund:&nbsp; Erziehung funktioniert nicht ohne Beziehung, und diese gilt es zuerst mal zu entspannen -&nbsp;am besten mit Gelassenheit und Humor.</P> <P>&nbsp;"Wenn du ein Kind hast, wirst du stadtbekannt; die Frage ist nur, wann."&nbsp;&nbsp; Denn jeder Mensch durchl&auml;uft 3 Pubert&auml;ten: &nbsp;die erste, das ber&uuml;chtigte "Trotzalter" zwischen 2 und 5, die zweite (halbw&uuml;chsige) zwischen 12 und 15, die dritte schlie&szlig;lich zwischen 35 und 50.&nbsp;&nbsp; Es gibt eine Beziehung zwischen der ersten und der zweiten:&nbsp; je heftiger die erste, umso ruhiger die zweite.&nbsp;&nbsp; Und alles, was in der zweiten nicht ausgelebt wurde, wird in der dritten nachgeholt.</P> <P>&nbsp;Pubertierende wollen Eltern, die feste Wurzeln repr&auml;sentieren, die ihnen Orientierung bieten, an denen sie sich reiben k&ouml;nnen.&nbsp; Sie verachten "Schlaffis", sie sind die "<STRONG>Generation in Konfrontation</STRONG>", und seit Jahren wird von P&auml;dagogen eine verst&auml;rkte Hinwendung von Pubertierenden zu Gro&szlig;eltern beobachtet.&nbsp;&nbsp; Sie m&ouml;gen &auml;ltere Menschen, weil diese gelebtes, erfahrenes Leben darstellen.&nbsp;&nbsp; Ein Gro&szlig;vater beweist seinem Enkel, dass man eine Klasse zwei-, dreimal wiederholen und trotzdem das Leben schaffen kann …</P> <P>&nbsp;Pubertierende brauchen Halt und Freiheit zugleich, sie wollen ernst genommen werden, w&uuml;nschen sich Klarheit.&nbsp;&nbsp; Ein "Nein" aus Liebe ist ihnen lieber als unschl&uuml;ssige Gro&szlig;z&uuml;gigkeit, nur um Auseinandersetzungen zu vermeiden und schnell wieder eigenen Besch&auml;ftigungen nachgehen zu k&ouml;nnen.&nbsp;&nbsp; Grenzen setzen ist keine Technik, sondern eine Frage der Haltung dem Kind gegen&uuml;ber.</P> <P>&nbsp;Es gelingt, wenn Eltern trotz allem in Beziehung mit den Kindern bleiben: Frustrationen aushalten k&ouml;nnen und dankbar sind, ein Kind durch diese Zeit begleiten zu d&uuml;rfen.&nbsp;&nbsp; Ein Gelingen hat nichts mit K&ouml;nnen zu tun, denn Erziehung ist &auml;u&szlig;erst wirkungsunsicher in dieser Zeit.&nbsp;&nbsp; Es ist nicht wichtig, alles im Griff zu haben, sondern mit dem Kind im Gespr&auml;ch zu bleiben.</P> <P>&nbsp;Hier kommt wieder der Begriff der "Demut" hinzu&nbsp; (<FONT size=2>von lat. humus, humilitas:&nbsp;"geerdet sein"</FONT>).&nbsp;&nbsp; Ein Mensch, der wei&szlig;, dass er unvollkommen ist, l&auml;sst den Gedanken an Machbarkeit erst gar nicht aufkommen, und doch h&auml;lt er an seiner Erziehungs-Verantwortlichkeit fest.&nbsp;&nbsp; Es ist das gute Recht von Pubertierenden, Grenzen auszutesten.&nbsp;&nbsp; Wir wollen schlie&szlig;lich auch&nbsp;selbstdenkende,&nbsp;selbstverantwortliche selbstst&auml;ndige,&nbsp;und nicht passiv angepasste Kinder.</P> <P>&nbsp;In seiner p&auml;dagogischen Methode bezieht Rogge auch das Neue Testament mit ein: &nbsp;die Geschichte vom verlorenen Sohn (Lk 15) zeigt uns den Balanceakt zwischen Loslassen, Hinausbegleiten, und dennoch Schutzhafen bleiben.&nbsp;&nbsp; Es bedarf gro&szlig;er Demut, dem Jugendlichen, den die Polizei bekifft und betrunken an der T&uuml;re abliefert, zu zeigen:&nbsp; "Ich nehme dich an, so wie du jetzt bist!".&nbsp;&nbsp; Einen Tipp gab der Erziehungsexperte dann doch: "Lache 3x t&auml;glich mit deinem Kind!".</P> <P>&nbsp;Noch viele Gedanken Rogges klingen sehr christlich, auch wenn sie nicht explizit so deklariert wurden.&nbsp;&nbsp; Der ungew&ouml;hlich gut besuchte Vortrag&nbsp;im bis zum letzten Platz besetzten Carl Zeller Saal&nbsp;wurde vom Kath. Bildungswerk gemeinsam mit dem Elternverein der HS veranstaltet.&nbsp;&nbsp; Ob dieser Ansturm auf seinen Bekanntheitsgrad zur&uuml;ckzuf&uuml;hren ist, oder auf das Problemausma&szlig;, das Eltern mit ihren jugendlichen Spr&ouml;sslingen in der Region besch&auml;ftigt, blieb offen.</P></TD></TR> 2009.10.21_19.58.18 slides/2009.10.21_19.58.18.htm# Thu, 29 Oct 2009 14:42:38 +0100 Dr. Jan-Uwe Rogge bei seinem Vortrag "Grenzen setzen in der Pubertät" im Turnsaal der VS und HS St.Peter/Au. Dr. Jan-Uwe Rogge bei seinem Vortrag "Grenzen setzen in der Pubertät" im Turnsaal der VS und HS St.Peter/Au. slides/2009.10.21_19.58.18.jpg 2009.10.21_20.06.46 slides/2009.10.21_20.06.46.htm# Thu, 29 Oct 2009 14:42:38 +0100 slides/2009.10.21_20.06.46.jpg 2009.10.21_20.42.16 slides/2009.10.21_20.42.16.htm# Thu, 29 Oct 2009 14:42:38 +0100 Dr. Jan-Uwe Rogge: "Es ist nicht wichtig, alles im Griff zu haben, sondern mit dem Kind im Gespräch zu bleiben." Dr. Jan-Uwe Rogge: "Es ist nicht wichtig, alles im Griff zu haben, sondern mit dem Kind im Gespräch zu bleiben." slides/2009.10.21_20.42.16.jpg 2009.10.21_21.29.48 slides/2009.10.21_21.29.48.htm# Thu, 29 Oct 2009 14:42:38 +0100 Am Ende des durch viel Lachen sehr therapeutisch wirkenden Vortrags bekam Dr. Rogge von Elternvereinsobfrau Maria Ratzberger und HS Dir. Erich Greiner einige Andenken an das Mostviertel. Am Ende des durch viel Lachen sehr therapeutisch wirkenden Vortrags bekam Dr. Rogge von Elternvereinsobfrau Maria Ratzberger und HS Dir. Erich Greiner einige Andenken an das Mostviertel. slides/2009.10.21_21.29.48.jpg